Gentechnische Methoden
PCR, Gelelektrophorese, Southern Blot, CRISPR/Cas9 – für das Abitur
Die PCR ist eine Methode zur exponentiellen Vervielfältigung (Amplifikation) eines bestimmten DNA-Abschnitts in vitro. Sie wurde 1983 von Kary Mullis entwickelt (Nobelpreis 1993). Mit PCR kann man aus winzigen DNA-Mengen (z.B. Tatortspuren, alte Knochen) Millionen Kopien herstellen.
Die 3 Schritte eines PCR-Zyklus
DNA-Fingerabdruck aus Tatortspuren (Haare, Blut, Speichel) → Täteridentifikation
Nachweis von Krankheitserregern (z.B. COVID-19 PCR-Test, HIV-Diagnose)
Nachweis von Erbkrankheiten (z.B. Mukoviszidose, Huntington) vor oder nach der Geburt
Analyse alter DNA aus Fossilien (z.B. Neandertaler-Genom)
Herstellung von DNA-Fragmenten für Klonierung, Sequenzierung, Gentherapie
Vergleich von DNA-Profilen (STR-Analyse) zur Verwandtschaftsbestimmung
Variante der PCR, bei der zuerst mRNA in cDNA (komplementäre DNA) umgeschrieben wird, bevor die PCR durchgeführt wird. Wird genutzt, wenn man die Genexpression untersuchen will (welche Gene werden in einer Zelle aktiv transkribiert?).